Die junge EU
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In der EU mitreden, mitwirken, wichtige Entscheidungen, die junge Menschen  betreffen, mit beeinflussen: Du denkst, das können nur Politiker? Falsch, das kannst du auch! Dank der EU-Jugendstrategie.
Was ist die EU-Jugendstrategie?
Weißt du es? „Nein, ich kann damit leider überhaupt nichts anfangen.“ (Martina, 16, Deutschland). So wie dieser Jugendlichen geht es wahrscheinlich einigen von euch. Die EU-Jugendstrategie dient der Umsetzung der jugendpolitischen Zusammenarbeit in der EU. Die Lebenssituation junger Menschen in Europa soll dadurch verbessert werden. Die neue EU-Jugendstrategie wurde im November 2009 von dem EU-Jugendministerrat beschlossen und löst so ihren Vorgänger, das sogenannte Weißbuch »Neuer Schwung für die Jugend Europas« ab. In dem Zeitraum von 2010 bis 2018 soll die Jugendstrategie mit verschiedenen Methoden und Instrumenten zwei wichtige Ziele im Bereich der Jugend in Europa erfüllen:

  1. für alle jungen Menschen in der EU mehr Möglichkeiten und Chancengleichheit in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt schaffen,
  2. soziale Eingliederung und Solidarität untereinander fördern und mehr Möglichkeiten für gesellschaftliches Engagement bieten.


Was ist der strukturierte Dialog?
Der Strukturierte Dialog ist ein Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und jungen Menschen. Junge Menschen sollen auf Augenhöhe mit den PolitikerInnen kommunizieren können und ihnen ihre Meinungen, Anliegen und Ideen näher bringen. Die PolitikerInnen setzten sich mit den Vorschlägen ernsthaft auseinander. Sie berücksichtigen sie in wichtigen Entscheidungen und geben eine Rückmeldung. Ann-Kathrin Fischer, Projektleiterin in der Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland, stellt immer wieder fest: „Die Mehrheit der jungen Menschen in Deutschland und Europa kennt den Strukturierten Dialog noch nicht.“ Doch sie kann auch schon eine positive Bilanz aus zwei Jahren der Zusammenarbeit mit der EU-Jugendstrategie ziehen. „Mit der EU-Jugendstrategie hat der Strukturierte Dialog neuen Schwung erhalten.“

Nach der ersten Arbeitsphase gibt es schon einige Veränderungen und Verbesserungen. „Der Dialog mit der Jugend steht derzeit ganz oben auf der jugendpolitischen Agenda der Europäischen Union und auch in den EU-Mitgliedsländern wird seine Umsetzung mit neuer Ernsthaftigkeit vorangetrieben. Das zeigt sich unter anderem daran, dass bis Anfang 2011 in allen 27 Ländern nationale Arbeitsgruppen eingerichtet wurden und sich von Runde zu Runde mehr Länder an den Konsultationen beteiligt haben“, so Ann-Kathrin Fischer.

Unter der polnischen Ratspräsidentschaft vom Juni bis Dezember 2011 hat Ann-Kathrin Fischer schon folgendes Fazit ziehen können:„[...] das Thema ’Jugendbeteiligung und Jugend in der Welt’ [stand] im Mittelpunkt des Strukturierten Dialogs auf europäischer Ebene. Insbesondere ging es um die Frage, wie der Jugendaustausch mit EU-Nachbarländern und EU-Nachbarregionen, insbesondere in Osteuropa und der Kaukasusregion, gefördert werden kann. Ein Ergebnis der EU-Jugendkonferenz war, dass es mehr Fördermittel für den Jugendaustausch mit östlichen Partnern braucht. Bei der Tagung des EU-Jugendministerrates am 28. November 2011 hat EU-Kommissarin Vassiliou mitgeteilt, dass in den kommenden zwei Jahren 31,5 Millionen Euro dafür zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.“

Das Ziel des Strukturierten Dialogs in Deutschland ist, laut Fischer „[…] dass Jugendliche nicht nur […] nach ihrer Meinung gefragt werden, sondern dass […] Projekte und Aktivitäten entstehen, in denen sich Jugendliche mit den europäischen Themen auseinandersetzen, sich eine Meinung bilden[…].“
Hannah, 16, Deutschland

Du hast jetzt auch Lust ein Teil von EU-Jugendstrategie zu werden? Schließlich ist jeder von uns ein wichtiger Teil Europas!

Schau dich schlau:

  

The Young EU
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Join the EU discussion, join the action, influence important decisions, which will affect young people's lives: is it for politicians only? Wrong, you can do it too! All thanks to the EU Youth Strategy.
What exactly is this EU Youth Strategy anyway?
Do you know? „No, I don't know much about these things“(Martina, 16, Germany). Many of you may feel the same. The EU Youth Strategy is meant to aid implementing youth political cooperation in the EU. Its goal is to improve the living circumstances of young people in Europe. The current EU Youth Strategy was passed by the EU youth minister's council in November 2009. and replaced its predecessor, the so-called white book »new verve for Europe's young people«. Between 2010 and 2018, the strategy is intended to attain two essential goals of European youth politics with the help of various means and instruments:

 

  1. improve potential and equal opportunity in education and employment for all young European people
  2. assist adaptation to and solidarity with each other and increase opportunities for social commitment

 
The structured dialogue

The „structured dialogue“ stands for an exchange of opinions between policy-makers and young people. They will be able to communicate with politicians on eye level and promote their opinions, needs and ideas. The politicians will engage with those ideas. They will take them into consideration with making important decisions and send feedback. Ann-Kathrin Fischer, project coordinator at the Communications Centre for the Implementation of the Structured Dialogue in Germany, reasserts, „the majority of young German people have not heard of the structured dialogue yet.“ However, she also says that the past two years of cooperation with the EU Youth Strategy have been fruitful. „The structured dialogue has gained new momentum thanks to the the strategy.“
After phase one, the first changes and improvements are visible. „Currently, the dialogue with young people is on top of the youth political agenda of the European Union and the respective states are putting additional effort into advancing it. […]This shows in the instalment of national task groups in all 27 countries and the increasing number of states joining the consultations, among others“, according to Ann-Kathrin Fischer.


The polish council presidency from June to December 2011 makes Ann-Kathrin Fischer conclude: „[...] the topic ’participation and youth in the world’ [was] at the centre of the structured dialogue on a European level. We put an emphasis on how to advance youth exchange with neighbouring EU countries and regions, Eastern Europe and the Caucasus in particular. A result of the EU youth conference was that we need more funding for exchange projects with Eastern partners. At the EU youth ministers' council on November 28th, 2011 EU commissioner Vassiliou announced the liquidation of 31.5 million Euro within the next to years to help this endeavour.“
Finally, Ann-Kathrin Fischer summarises the goals of the structured dialogue in Germany one more time. „We think it is important to not just consult German youngsters, i.e. ask for their opinion but to start projects and activities on the local, regional and national level for them to engage with European issues, form an opinion and make demands to discuss them with policy makers. The goal is to support youth participation on all levels...“
Hannah, 16, Germany