Statements
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"Organe sind lebensnotwendig. Wenn ein menschliches Leben aber beendet ist, dann findet in diesem Körper kein Leben mehr statt. Deswegen habe ich einen Organspende Ausweis.  Jeder sollte sich mit der Frage „Was passiert mit meinen Organen nach meinem Tod“ beschäftigen, denn so können Leben gerettet werden. Allerdings sollte das jeder auf einer freiwilligen Basis machen. Vom Staat verordnet zu bekommen, sich mit diesem Thema zu befassen, führt vermutlich eher zu Ablehnung als Unterstützung."
Theresa, 21, Studentin aus Deutschland

"Organs are essential for a human being. The body is not living any more as soon as a human life is over. This is why I have an organ donor card. Everybody should contemplate the question “what happens with my organs after death?” Your decision can save lives.  Everybody should deal with this question on a volunteer basis. To be “forced” to think about death by your government leads to rejection rather than to support."
Theresa, 21, student from Germany


„Ich bin mir bewusst, dass eine Organtransplantation kranken Menschen entscheidend helfen kann. Dennoch frage ich kritisch: Werden Menschen, die sich nicht als Organspender zur Verfügung stellen, nicht immer stärker unter Druck gesetzt? Habe ich wirklich die ethische Pflicht zur Organspende? Habe ich nicht vielmehr auch das Recht, sowohl im Leben als auch im Sterben körperlich soweit wie möglich ‚unversehrt‘ zu bleiben? Besteht nicht die Gefahr, dass wir unseren menschlichen Körper mehr und mehr als ‚Ersatzteillager‘ zum Ausschlachten verstehen? Zum Leben gehört Krankheit dazu. Und manchmal ganz schlimm. Leider. Doch wir können uns gegenseitig helfen und trösten, auf ganz vielfältige Weise. Hinsichtlich der Organspende sollte jeder frei von moralischem Druck entscheiden dürfen. Ich bin daher für die Zustimmungslösung.“
Manfred, 49, Pfarrer aus Deutschland

“I am aware of the fact that organ transplantation can crucially help ill people. Nevertheless, I ask critically: Isn’t it true that people who don’t volunteer for organ donation are more and more put under pressure? Do I really have the ethical obligation to donate my organs? Don’t I rather have the right to stay physically ‘intact’, as far as possible, in life and in the process of dying?  Are we not running the risk of increasingly considering our human body a ‘spare parts storage space’ which can be exploited? Illness is a part of life. And this can sometimes be very sad. Unfortunately. But we can help and comfort each other in many different ways.
With regards to organ donation, everybody should be free to decide without moral pressure. Therefore, I’m in favour of the opt-in solution.”
Manfred, 49, pastor from Germany


„Ich habe einen Organspendeausweis, nicht zuletzt deshalb, weil in meiner Bekanntschaft jemand seit langem auf eine neue Niere wartet und ich sehe, wie man darunter leidet. Ich bin erst dadurch richtig auf das Problem aufmerksam geworden und habe mich damit beschäftigt. Wenn man nicht persönliche Erfahrungen auf diesem Gebiet hat, wird man nicht besonders leicht darauf aufmerksam. Darum finde ich, dass es in der Öffentlichkeit  weit mehr Aufklärung zum Thema Organspende geben sollte. Menschen aber - egal zu welchem Zeitpunkt - dazu zu zwingen, eine Entscheidung zu treffen, halte ich nicht für angemessen.“
Cordelia, 18, Schülerin aus Deutschland

“I have an organ donor card, not least because somebody I know has been waiting for a new kidney for a long time and I see how she suffers from it. Primarily because of that I really became aware of the problem and dealt with the subject. If you don’t have personal experience in this field, you won’t easily take notice of the problem.
This is why I think that there should be far more education and awareness raising on the issue of organ donation. However, I don’t consider it appropriate to force people to make a decision, no matter when.”
Cordelia, 18, student from Germany